Kita & Hort


Herz­lich will­kom­men auf der Sei­te der
Lan­des­fach­grup­pe Kinder- und Jugend­hil­fe!
Sozi­al­päd­ago­gi­sche Fach­kräf­te in Kitas und Hor­te

Ver­an­stal­tun­gen

Ansprech­part­ne­rin­nen

Car­men Scheff­ler
Maria Schä­fer

Ihr habt Fra­gen oder ein bestimm­tes Anlie­gen? Dann schreibt uns bit­te.

Offe­ne Sprech­stun­de für GEW Mit­glie­der – Fach­grup­pe Sozi­al­päd­ago­gi­sche Beru­fe!
GEW — Mit­glie­der aus den sozi­al­päd­ago­gi­schen Beru­fen kön­nen eine offe­ne Sprech­stun­de nut­zen um, ohne Ter­min, Fra­gen los­zu­wer­den oder wich­ti­ge Rück­mel­dun­gen aus der Arbeits­welt zu hin­ter­las­sen. Je nach Anlie­gen wird auch an ent­spre­chen­de Stel­len wei­ter­ge­lei­tet (z.B. Rechts­schutz). In jedem Fall gibt es ein offe­nes Ohr und eine Erst­klä­rung des Anlie­gens.
Die Sprech­stun­de fin­det jeden ers­ten Mon­tag zwi­schen 17:00 Uhr und 19:00 Uhr statt und ist unter 01515 1874808 erreich­bar.

Was pas­siert, wenn Ihnen etwas pas­siert? – Wel­che Voll­mach­ten benö­ti­ge ich wirk­lich?
Semi­nar­num­mer 26/1‑GB-03 I Wel­che Arten von Voll­mach­ten gibt es und wor­auf muss…
25. März 2026 — 16:00–17:00 Uhr

KI-Genie oder Hiwi? Nut­zen von Chat Bots im Rah­men der päd­ago­gi­schen Arbeit.
Semi­nar­num­mer 26/1‑GB-04 KI-Genie oder Hiwi? Nut­zen von Chat Bots im Rah­men der…
13. April 2026 — 9:00–12:00 Uhr

Kin­der aus psychisch- und sucht­be­las­te­ten Fami­li­en — Sen­si­bi­li­sie­rung und Hand­lungs­op­tio­nen*
Semi­nar­num­mer 26/1‑GB-05 I In unse­rer Gesell­schaft leben vie­le Kin­der in Fami­li­en, in…
20. April 2026 — 9:00–16:00 Uhr

Krea­ti­ve beweg­te Mathe­ma­tik
Semi­nar­num­mer 26/1‑GB-06I Mathe­ma­tik muss nicht still am Tisch statt­fin­den – sie kann…
22. April 2026 — 9:00–15:00 Uhr



Kita.Macht.Bildung!

Sin­ken­de Kin­der­zah­len im Land Bran­den­burg sind kein Grund, bei der früh­kind­li­chen Bil­dung zu kür­zen! Als ers­ter Bil­dungs­ort sind unse­re Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen das Fun­da­ment für die Ent­wick­lung von Kin­dern.
Unse­re Kin­der haben das Recht auf einen siche­ren Ort. Eltern und deren Arbeit­ge­ber sind dar­auf ange­wie­sen, dass Kin­der in Kitas ver­läss­lich betreut wer­den. Es geht um eine ech­te Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf!
Um die gesetz­li­chen Vor­ga­ben best­mög­lich erfül­len zu kön­nen, brau­chen päd­ago­gi­sche Fach­kräf­te, Lei­tun­gen und Trä­ger die not­wen­di­gen Rah­men­be­din­gun­gen in den Kitas! Jetzt ist die Zeit, um in die Qua­li­tät früh­kind­li­cher Bil­dung in unse­ren Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen zu inves­tie­ren!

Als bran­den­burg­wei­tes Bünd­nis Kita.Macht:Bildung! for­dern wir des­halb: Wei­ter­le­sen!


War­um Sozia­le Arbeit in Kitas unver­zicht­bar ist

Kitas sind weit mehr als Orte der Betreu­ung – sie sind bedeu­ten­de Bildungs- und Lebens­räu­me für Kin­der und ihre Fami­li­en. Ange­sichts wach­sen­der gesell­schaft­li­cher Her­aus­for­de­run­gen wie Kin­der­ar­mut, Bil­dungs­un­gleich­heit und zuneh­men­der psy­chi­scher Belas­tun­gen kommt der Sozia­len Arbeit in Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen eine immer zen­tra­le­re Rol­le zu. Sie stärkt Fami­li­en durch Bera­tung und Unter­stüt­zung, sichert den Kin­der­schutz, för­dert sozia­le Kom­pe­ten­zen und ent­las­tet zugleich das päd­ago­gi­sche Fach­per­so­nal.

Umso erfreu­li­cher ist es, dass im neu­en Haus­halt des Lan­des Bran­den­burgs Mit­tel für das Lan­des­pro­gramm „Kiez-Kita“ für die Jah­re 2025 und 2026 vor­ge­se­hen sind. Damit kön­nen Kita­so­zi­al­ar­beit und wei­te­re wich­ti­ge Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­te zunächst fort­ge­führt wer­den. Die GEW Bran­den­burg begrüßt die­se Ent­schei­dung aus­drück­lich – weist jedoch zugleich dar­auf hin, dass es einer lang­fris­ti­gen Per­spek­ti­ve bedarf: Kita­so­zi­al­ar­beit muss ver­ste­tigt und die bis­lang befris­te­ten Stel­len ent­fris­tet wer­den.

Trotz des nach­weis­lich wach­sen­den Bedarfs steht der dau­er­haf­te Aus­bau die­ser Arbeit wei­ter­hin auf unsi­che­rem Fun­da­ment: Statt ver­läss­lich zu inves­tie­ren, dro­hen vie­ler­orts auch künf­tig Kür­zun­gen. Das gefähr­det nicht nur prä­ven­ti­ve Hil­fen und frü­he Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten, son­dern ver­schärft sozia­le Ungleich­hei­ten – ins­be­son­de­re für jene, die auf Hil­fe ange­wie­sen sind.

Das vor­lie­gen­de Argu­men­ta­ti­ons­pa­pier zeigt auf, war­um Sozia­le Arbeit in Kitas kein frei­wil­li­ges Zusatz­an­ge­bot, son­dern ein unver­zicht­ba­rer Bestand­teil frü­her Bil­dung ist. Die GEW Bran­den­burg setzt sich daher mit Nach­druck für den lang­fris­ti­gen Erhalt und bedarfs­ge­rech­ten Aus­bau der Kita­so­zi­al­ar­beit ein – ins­be­son­de­re in sozi­al belas­te­ten Regio­nen.

Ein beson­de­rer Dank gilt allen Kolleg/-innen, die ihre Erfah­run­gen mit dem Pro­gramm „Kiez-Kita“ und ins­be­son­de­re mit Kita-Sozialarbeit mit uns geteilt und damit einen wich­ti­gen Bei­trag zu die­sem Papier geleis­tet haben.

Mit­tei­lung down­loa­den: Früh Han­deln statt spä­ter teu­er bezah­len!


News­let­ter 2026


Wie soli­da­risch ist mein Arbeit­ge­ber?

“Wert­schät­zung ist nicht nur ein schö­nes Wort, son­dern eine not­wen­di­ge Kul­tur in der Sozia­len Arbeit” Lud­wig Kunt­scher

Habt ihr Euch auch schon mal gefragt: Wie soli­da­risch ist mein Arbeit­ge­ber?

Der Soli­da­ri­täts­test macht deut­lich: 
Fach­kräf­te der Sozia­len Arbeit brau­chen einen soli­da­ri­schen Arbeit­ge­ber, um selbst soli­da­risch Men­schen zu unter­stüt­zen und zu beglei­ten!

Eine Grup­pe enga­gier­ter Stu­die­ren­der der Sozia­len Arbeit an der FH Pots­dam hat im Rah­men ihrer For­schungs­ar­beit unter Lei­tung von Domi­nik Som­mer ein Umfra­ge­tool für Fach­kräf­te in sozia­len Beru­fen ent­wi­ckelt. Die­ses Tool regt durch geziel­te Fra­gen zur Refle­xi­on und zum Nach­den­ken über den eige­nen Arbeits­platz an.

Die GEW Bran­den­burg hat­te Gele­gen­heit, mit Lud­wig Kunt­scher einem der betei­lig­ten Stu­die­ren­den, die Bedeu­tung wert­schät­zen­der Arbeits­be­din­gun­gen in der Sozia­len Arbeit zu spre­chen. Zum Inter­view -> hier

Der Soli­da­ri­täts­test regt zur Refle­xi­on über den eige­nen Arbeits­platz an. Am Ende der Umfra­ge gibt es
eine Aus­wer­tung mit wei­te­ren Impul­sen, wie die eige­ne Arbeits­si­tua­ti­on ver­bes­sert wer­den kann.…
Zur Umfra­ge! Die Umfra­ge ist anonym, es wer­den kei­ne per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten gespei­chert.

oder


Mit dem neu­en dua­len Stu­di­en­gang Kind­heits­päd­ago­gik Dual an der Fach­hoch­schu­le Pots­dam ent­steht ab Okto­ber 2026 ein moder­nes, pra­xis­in­te­grier­tes Stu­di­en­an­ge­bot für alle, die Kin­der auf ihrem Bil­dungs­weg beglei­ten und sie und ihre Fami­li­en stär­ken. Der Stu­di­en­gang ver­bin­det wis­sen­schaft­li­che Grund­la­gen mit einer inten­si­ven Pra­xis­er­fah­rung und eröff­net so neue Per­spek­ti­ven für die früh­kind­li­che Bil­dung. Der Stu­di­en­gang Kind­heits­päd­ago­gik Dual star­tet zum 1. Okto­ber 2026.

Die GEW Bran­den­burg konn­te mit Frau Prof. Dr. Tan­ja Salem, Stu­di­en­gangs­lei­tung im Stu­di­en­gang Bil­dung und Erzie­hung in der Kind­heit (B.A.) und Frau Katha­ri­na Fischer, Stu­di­en­gangs­ent­wick­lung Kind­heits­päd­ago­gik Dual an der Fach­hoch­schu­le Pots­dam, über das neue Bil­dungs­an­ge­bot spre­chen.

Wel­che Vor­aus­set­zun­gen müs­sen erfüllt sein, um das Stu­di­um zu star­ten?

Mit dem neu­en dua­len Stu­di­en­gang Kind­heits­päd­ago­gik Dual an der Fach­hoch­schu­le Pots­dam ent­steht ab Okto­ber 2026 ein moder­nes, pra­xis­in­te­grier­tes Stu­di­en­an­ge­bot für alle, die Kin­der auf ihrem Bil­dungs­weg beglei­ten und sie und ihre Fami­li­en stär­ken. Der Stu­di­en­gang ver­bin­det wis­sen­schaft­li­che Grund­la­gen mit einer inten­si­ven Pra­xis­er­fah­rung und eröff­net so neue Per­spek­ti­ven für die früh­kind­li­che Bil­dung. Der Stu­di­en­gang Kind­heits­päd­ago­gik Dual star­tet zum 1. Okto­ber 2026.

Die GEW Bran­den­burg konn­te mit Frau Prof. Dr. Tan­ja Salem, Stu­di­en­gangs­lei­tung im Stu­di­en­gang Bil­dung und Erzie­hung in der Kind­heit (B.A.) und Frau Katha­ri­na Fischer, Stu­di­en­gangs­ent­wick­lung Kind­heits­päd­ago­gik Dual an der Fach­hoch­schu­le Pots­dam, über das neue Bil­dungs­an­ge­bot spre­chen.

Wel­che Vor­aus­set­zun­gen müs­sen erfüllt sein, um das Stu­di­um zu star­ten?

Was ist der Unter­schied zur Aus­bil­dung als staat­lich anerkannte*r Erzieher*in?

Der Stu­di­en­gang Kind­heits­päd­ago­gik Dual will zur aka­de­mi­schen Wei­ter­ent­wick­lung des päd­ago­gi­schen Berufs­fel­des bei­tra­gen und ist kei­ne Kon­kur­renz zur Erzieher*innenausbildung.

Wäh­rend die Erzieher*innenausbildung stär­ker hand­lungs­ori­en­tiert ist, legt das Stu­di­um der Kind­heits­päd­ago­gik einen beson­de­ren Schwer­punkt auf wis­sen­schaft­li­che Refle­xi­on, For­schungs­kom­pe­tenz und Theorie-Praxis-Transfer.

Stu­die­ren­de erwer­ben Kennt­nis­se, um päd­ago­gi­sche Qua­li­tät zu ana­ly­sie­ren, zu eva­lu­ie­ren und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Sie ler­nen Fra­gen der Pro­fes­si­on, Bil­dungs­pro­zes­se und insti­tu­tio­nel­le Rah­men­be­din­gun­gen for­schend zu betrach­ten und auf die­ser Basis inno­va­ti­ve Kon­zep­te zu gestal­ten.

Damit brin­gen Kindheitspädagog*innen eine wich­ti­ge zusätz­li­che Per­spek­ti­ve in Ein­rich­tun­gen der frü­hen Bil­dung ein. Sie sind Fach­kräf­te mit wis­sen­schaft­li­chem Blick und prak­ti­schen Hand­lungs­fä­hig­kei­ten.

Wel­che theo­re­ti­schen Grund­la­gen in Bezug auf das Bild vom Kind wer­den ver­mit­telt?

Die Stu­die­ren­den set­zen sich unter ande­rem mit erzie­hungs­wis­sen­schaft­li­chen und ent­wick­lungs­psy­cho­lo­gi­schen Grund­la­gen und päd­ago­gi­schen Ansät­zen aus­ein­an­der, die Kin­der­rech­te, Par­ti­zi­pa­ti­on und Diver­si­tät in den Vor­der­grund stel­len. Kin­der wer­den als eigen­stän­di­ge Per­sön­lich­kei­ten ver­stan­den, die sich in der Aus­ein­an­der­set­zung mit ihrer Umwelt selbst bil­den und ihre Welt mit­ge­stal­ten.

Gelernt wird die Kin­der­per­spek­ti­ven ein­zu­neh­men, ihre Sicht­wei­sen ernst zu neh­men und die­se auch in Qualitätsentwicklungs- und For­schungs­pro­zes­se ein­zu­be­zie­hen. Kindheitspädagog*innen ver­ste­hen sich somit auch als Anwält*innen der Kin­der. Sie beglei­ten, bestär­ken und geben ihnen eine Stim­me in Bil­dungs­ein­rich­tun­gen und in der Gesell­schaft.

Wie wer­den (auch kri­tisch) die Umset­zungs­mög­lich­kei­ten theo­re­ti­scher Model­le und Hal­tun­gen in der Pra­xis reflek­tiert?

Stu­die­ren­de machen häu­fig die Erfah­rung, dass eine Dif­fe­renz zwi­schen theo­re­ti­schem Wis­sen und des­sen Anwen­dung in der Pra­xis besteht. Die­ses Dif­fe­renz­erle­ben wird unter Umstän­den durch knap­pe Res­sour­cen und Per­so­nal­man­gel in päd­ago­gi­schen Arbeits­fel­dern ver­schärft. Das dua­le Stu­di­um bie­tet daher Räu­me, in denen Stu­die­ren­de ihre Erfah­run­gen gemein­sam mit Dozent*innen ana­ly­sie­ren, kri­tisch reflek­tie­ren und Hand­lungs­op­tio­nen ent­wi­ckeln.

Ein beglei­ten­des Men­to­ring sowie der enge Aus­tausch mit Pra­xis­part­nern unter­stütz­ten die Ver­bin­dung zwi­schen Theo­rie und Pra­xis.

Wel­che Betei­li­gungs­for­men und gewerk­schaft­li­chen Inter­es­sens­ver­tre­tungs­mög­lich­kei­ten wer­den ver­mit­telt?

Beruf­li­che Iden­ti­tät bedeu­tet auch, sich für die Pro­fes­si­on stark zu machen. Daher ist es Teil des Stu­di­ums sich mit berufs­po­li­ti­schen und gewerk­schaft­li­chen Fra­gen aus­ein­an­der­zu­set­zen.

Die Stu­die­ren­den ler­nen, wie wich­tig es ist, sich für gute Arbeits­be­din­gun­gen, fai­re Rah­men­be­din­gun­gen und die Wei­ter­ent­wick­lung des Berufs­fel­des ein­zu­set­zen. Dabei wer­den auch Betei­li­gungs­for­men, Mit­be­stim­mungs­rech­te und gewerk­schaft­li­che Struk­tu­ren vor­ge­stellt.

Das Inter­view führ­ten: Maria Schä­fer und Kata­ri­na Tka­chen­ko

Jetzt bewer­ben oder Pra­xis­part­ner wer­den!

Kon­takt und wei­te­re Infor­ma­tio­nen: E‑Mail: kindheitspaedagogikdual@fh-potsdam.de

Web­site: www.fh-potsdam.de

Seit 2020 sind von Jahr zu Jahr weni­ger unter 3‑Jährige in den Kitas in Bran­den­burg, Mecklenburg-Vorpommern, Sach­sen, Sachsen-Anhalt und Thü­rin­gen zu fin­den. In den west­deut­schen Flä­chen­län­dern und den Stadt­staa­ten setz­te sich der Aus­bau hin­ge­gen wei­ter fort.

Wäh­rend in Ost­deutsch­land im Jahr 2023 mit 54,2% über die Hälf­te der Kin­der die­ser Alters­grup­pe ein Ange­bot der Kin­der­ta­ges­be­treu­ung in Anspruch nahm, traf dies in West­deutsch­land nur auf knapp jedes drit­te unter 3‑jährige Kind zu (32,7%). Damit ist die Quo­te in bei­den Lan­des­tei­len inner­halb eines Jah­res um knapp 1 PP gestie­gen. Für Ost­deutsch­land ist die­ser Anstieg der Quo­te bei gleich­zei­ti­gen Rück­gän­gen der Kin­der­zah­len in Kin­der­ta­ges­be­treu­ung zunächst irri­tie­rend, hängt aller­dings damit zusam­men, dass die alters­ent­spre­chen­de Bevöl­ke­rung noch stär­ker abge­nom­men hat, als die Kin­der in Kin­der­ta­ges­be­treu­ung.

Nimmt man die Ent­wick­lung des Per­so­nals mit min­des­tens einem ein­schlä­gig fach­schu­li­schen Abschluss im 10-Jahres-Vergleich für die bei­den Lan­des­tei­le in den Blick, so zeigt sich für West­deutsch­land, dass die­ser Anteil zwi­schen 2013 und 2018 ver­gleichs­wei­se sta­bil bei rund 71% lag. Seit 2019 wird die­ser Anteil jedoch jedes Jahr etwas gerin­ger und lag zuletzt bei 67,6%. Die­se und ande­re span­nen­de Daten fin­den im aktu­el­len Bericht der AKJStat.
Lesen Sie hier!

Die Arbeits­stel­le Kinder- und Jugend­hil­fe­sta­tis­tik (AKJStat) des For­schungs­ver­bunds DJI/TU Dort­mund prä­sen­tiert am 22. März 2024 von 09:30 Uhr bis 14:30 Uhr die­se und wei­te­re Zah­len und Fak­ten unter dem Titel:
Kinder- und Jugend­hil­fe in Kri­sen­zei­ten – Vor­stel­lung des Kinder- und Jugend­hil­fe­re­ports 2024
Nähe­re Infor­ma­tio­nen zur Ver­an­stal­tung und zur Anmel­dung fin­den Sie hier:
https://www.akjstat.tu-dortmund.de/kjh-report/vorstellung-2024
(um Anmel­dung wird gebe­ten).

Kita­lei­tun­gen und ihre Teams wer­den älter, wäh­rend gleich­zei­tig die Anfor­de­run­gen sowie die Betreu­ungs­zei­ten stei­gen. Des­halb braucht es gesun­des, moti­vier­tes und gut aus­ge­bil­de­tes Per­so­nal. Höchs­te Zeit also, sich über alterns­ge­rech­te Gestal­tung von Kita-Arbeitsplätzen Gedan­ken zu machen.

Der demo­gra­fi­sche Wan­del und der dar­aus resul­tie­ren­de Fach­kräf­te­man­gel sind auch in den Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen bereits deut­lich zu spü­ren. Die durch­schnitt­li­che Erzie­he­rin ist knapp 42 Jah­re alt – Ten­denz stei­gend. Sta­tis­ti­ken zei­gen, dass bis zum Jahr 2030 etwa 120.000 päd­ago­gi­sche Fach­kräf­te in Ren­te gehen wer­den. Um die Pro­zess­qua­li­tät der Ein­rich­tun­gen zu sichern, müs­sen Kita­lei­tun­gen und Trä­ger – auch unab­hän­gig vom Per­so­nal­not­stand – den älte­ren Beschäf­tig­ten in Kitas eine Arbeits­um­ge­bung bie­ten, die deren Belan­ge und Per­spek­ti­ven berück­sich­tigt. Was dabei zu beach­ten ist beschreibt fol­gen­der Arti­kel der Deut­sche Gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung e.V. (DGUV). Lesen Sie hier!

Seit dem 30.10.2023 ist die neu­en Kita-Personalverordnung für das Land Bran­den­burg in Kraft. In unse­rem Brief vom 04. Okto­ber mahn­ten wir gegen­über Minis­ter Stef­fen Frei­berg unse­re Beden­ken und Sor­gen an. Lei­der wur­de unse­re For­de­rung nach einer 100%igen Fach­kraft­quo­te nicht berück­sich­tigt. Uns erreich­ten eine Viel­zahl an Reak­tio­nen vol­ler Unmut und Ärger, die Aus­druck einer befürch­te­ten Mehr­be­las­tung und die Sor­ge vor noch mehr Abwan­de­rung von päd­ago­gi­schen Fach­kräf­ten dar­stel­len.

Wir hören aber auch, dass vie­le Trä­ger (kom­mu­na­le, aber auch freie) sich der Ent­wick­lun­gen und Risi­ken durch die Ände­run­gen der Kita-Personalverordnung noch nicht bewusst sind.

Des­halb beschließt die Lan­des­fach­grup­pe die Orga­ni­sa­ti­on von Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen (prä­sent und digi­tal) zur Erör­te­rung über die Ände­run­gen der Kita-Personalverordnung. Wer sich kon­kret vor­stel­len kann, in sei­ner bzw. ihrer Ein­rich­tung eine sol­che Ver­an­stal­tung durch­zu­füh­ren, erhält Unter­stüt­zung von Maria, Anett und Sabi­ne.

Wir ver­sen­den dazu in der nächs­ten Zeit ein Info­schrei­ben, wel­ches als Ein­la­dung an Ein-richtungsleitungen und Trä­ger­ver­tre­tun­gen genutzt wer­den kann. Wer Inter­es­se an einer sol­chen VOR ORT Ver­an­stal­tung hat, mel­det sich bit­te bei: schaefer@gew-brandenburg.de

Hier die neue Kita-Personalverordnung und eine Über­sicht zu den Ände­run­gen.

232 Ein­rich­tun­gen Bran­den­bur­ger Kin­der­ta­ges­stät­ten haben sich an der Online — Umfra­ge der GEW Bran­den­burg zur aktu­el­len Situa­ti­on in unse­ren Bran­den­bur­ger Kin­der­ta­ges­stät­ten betei­ligt. Anlass war Fach­kräf­te­mo­dell­rech­nung des MBJS vom Sep­tem­ber 2023. Die Umfra­ge­er­geb­nis­se zei­gen: es fehlt deut­lich an guten Rah­men­be­din­gun­gen, die ein qua­li­ta­ti­ves Arbei­ten ermög­li­chen. Die gesam­te Umfra­ge und die gesam­mel­ten State­ments aus der Pra­xis sind auf der Home­page der GEW zu lesen.

Eini­ge Ergeb­nis­se aus der Umfra­ge:

  • In etwa 70 % der Kitas fehlt Per­so­nal!
  • In mehr als 20 % der Ein­rich­tun­gen feh­len mehr als 2 Voll­zeit­kräf­te!
  • In mehr als der Hälf­te aller Kitas arbei­ten bereits Quereinsteiger*innen!
  • Knapp 30 % aller Kitas arbei­ten bereits mit mehr als 10 % Quereinsteiger*innen!
  • Per­so­nal und Zeit für Wei­ter­bil­dung, Super­vi­si­on oder Eltern­ar­beit feh­len am Drin­gends­ten!
  • Fast die Hälf­te aller Befrag­ten ver­misst Geld für Geld für Anschaf­fun­gen, Akti­vi­tä­ten, Bau­maß­nah­men!
  • 40 % der Fach­kräf­te fehlt Unter­stüt­zung ihres Trä­gers!
  • Die Umfra­ge macht deut­lich, dass bereits heu­te vie­le unter­schied­li­che Pro­fes­sio­nen in den Kitas arbei­ten.
  • 20 % der Befrag­ten geben an, dass auch Men­schen ohne Aus­bil­dung in ihrer Ein­rich­tung tätig sind.

Der aus­führ­li­che Bericht zur Umfra­ge ist hier zu lesen!

Eine Initia­ti­ve von DGB und Weis­sen Ring, die die Berufs­grup­pen im unmit­tel­ba­ren Feld der Arbeit mit Men­schen im Blick hat. Leh­rer, Erzie­her, Feu­er­wehr­leu­te, Ret­tungs­diens­te, Zug­be­glei­ter u.a.m., sie erle­ben immer über­grif­fi­ges Ver­hal­ten in Aus­übung ihrer Pro­fes­si­on.

Auf der sehr infor­ma­ti­ven Sei­te https://mensch.dgb.de/ erhält man Zah­len und Fak­ten zum The­ma Gewalt am Arbeits­platz, aber auch Infor­ma­tio­nen zu Hilfs­mög­lich­kei­ten. Unter ande­ren gibt es eine kos­ten­lo­se Tele­fon­hot­line vom WEISSEN RING, unter der man schnell und unbü­ro­kra­tisch eine Erst­be­ra­tung erhält: 0800 – 1160060 


Lan­des­fach­grup­pe hat neue Vor­sit­zen­de!

Zwei Tage lang tra­fen sich die Mit­glie­der der frisch bestä­tig­ten Lan­des­fach­grup­pe Sozi­al­päd­ago­gi­sche Beru­fe der GEW Bran­den­burg. Sabi­ne Hen­ze been­de­te ihren lang­jäh­ri­gen Vor­sitz. Als neue Fach­grup­pen­spre­che­rin wur­de Maria Schä­fer gewählt. Die Fach­grup­pe hat sich vie­le The­men vor­ge­nom­men und wird im gan­zen Land ver­schie­de­ne Aktio­nen zu aktu­el­len The­men der Sozi­al­päd­ago­gi­schen Beru­fe star­ten. 
Wir sind viel­fäl­tig! Kita, Hor­te, Inter­na­te, HzE, Jugend­amt, Jugend­ar­beit, Schul­so­zi­al­ar­beit, Sozia­le Arbeit: Soli­da­ri­tät über die Arbeits­be­rei­che hin­weg.
In Zei­ten der Über­las­tung, des Fach­kräf­te­man­gels und der Depro­fes­sio­na­li­sie­rung brau­chen wir star­ke und selbst­be­wuss­te Fach­kräf­te, die ihre Rech­te ken­nen und den Mut haben sich für Qua­li­tät in unse­rer Arbeit ein­zu­set­zen. Jede*r kann mit­ma­chen. 

Kon­takt zur Lan­des­fach­grup­pe: schaefer@gew-brandenburg.de