Erzieher*innen, Kollegen*innen der Kinder, Jugend- und Familenhilfe

Aktuelles

Betrifft: alle
Leiterinnen und Leiter von Kindertageseinrichtungen

und auch diejenigen, die diesen Beruf ergreifen wollen.

Aktuelle SuE Tarifforderungen

Die Eingruppierungsmerkmale für Leiter*innen sind zu prüfen und deutlich anzuheben. Gegebenenfalls sind neue Eingruppierungen oberhalb der EG S 17 zu schaffen.

Die Eingruppierung ist dabei an die vorhandenen Anforderungen und neuen Belastungen in der Kita-Leitung anzupassen.

Die Funktion der Stellvertretung soll, wie im TVöD vereinbart, flächendeckend eingeführt werden. Dies gilt auch für freie Träger, die nicht unter den TVöD fallen.

Für alle Beschäftigten – auch für Leiter*innen – soll es einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung geben.

Die GEW strebt zusätzlich an, die Eingruppierung der Leitungskräfte von der Kinderzahl auf die Zahl der Beschäftigten umzustellen und die Ressourcenverantwortung einzubeziehen.

Einleitung

Professionalisierung

Leiterin / Leiter als Arbeitnehmer*in

Weshalb engagiert sich die GEW?

Die GEW setzt ihre Kampagne „Wir sind die Profis“ fort.

Kita-Leitung ist die Schlüsselfunktion für die Qualität der pädagogischen Arbeit, der Personalfürsorge und der Teamarbeit.

Die GEW tritt für die qualifizierte Leitung von Kitas ein und dazu vertritt sie die Interessen von Menschen, d.h. von allen Leiterinnenund Leitern in Kindertageseinrichtungen!

Leiter*innen repräsentieren den Träger nach innen und außen. Mit ihrer pädagogischen, sächlichen und finanziellen Verantwortung üben sie Aufgaben der Fach- und Dienstaufsicht und für das Budget aus.

Als Vertreter*innen des Trägers benötigen sie klare Aufgabenbeschreibungen und dazu passende Entscheidungskompetenzen.

Leiter*innen brauchen die aktive Unterstützung des Trägers.

Sie haben ein Recht auf gesicherte Rahmenbedingungen, vor allem ein angemessenes Zeitkontingent durch grundsätzliche Freistellung von der regelmäßigen, täglichen Arbeit mit Kindern. Das Leiten darf nicht durch Verwaltungs- und Schreibarbeiten eingeschränkt werden.

Das gilt auch für die Position der Stellvertretung.

Ein Aufstieg zum/zur Leiter*in muss sowohl über Fachpraxis als auch über spezielle Studiengänge und Weiterbildungen planbar werden.

Die Strategie heißt Professionalisierung

Die GEW versteht Professionalisierung hier als Entwicklung von einem ausgeübten zu einem anerkannten Beruf.

Der Beruf Kita-Leiter*in muss den Kriterien eines eigenständigen Berufsbildes genügen.

Von der Ausbildung (Aufstiegsqualifizierung und/oder Akademisierung) über den Zugang (Theorie und praktische Erfahrung) und eine berufsbegleitende Unterstützung ist für die Kita-Leiter*innen in Umfang und Qualität ein anspruchsvolles Qualifikationsprofil zu etablieren.

Wer bereits im Beruf steht, muss ebenso unterstützt werden wie alle, die den Beruf aus der Erzieher*innenpraxis oder einem Studium heraus anstreben.

Das Ziel ist eine zeitgemäße Interpretation des (Aufstiegs-)Berufes Kita-Leiter*in!

Die GEW ergänzt mit dieser Strategie ihre tariflichen Forderungen. Mit der formellen Anerkennung des Berufes können die erforderlichen Arbeitsbedingungen bei allen Trägern klar und präzise dargestellt werden.

Die GEW schlägt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen vor:

Zeiten der Berufserfahrung als Kita-Leiter*in werden bei einem Wechsel des Arbeitgebers für die Eingruppierung in vollem Umfang anerkannt.

Allen Kita-Leiter*innen muss per Arbeitsvertrag eine trägerspezifische Beschreibung des Aufgabengebietes – inklusive der Aufteilung von Verantwortlichkeiten und Entscheidungskompetenzen garantiert werden.

Jede*r Kita-Leiter*in stehen zu:
• eine systematische Einarbeitung;
• ein qualifiziertes Angebot an Beratung / Supervision nebst Freistellung und
• Möglichkeiten zur kontinuierlichen Fort- und Weiterbildung.