Aktuelles

Presseerklärung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Landesverband Brandenburg

Überlegungen der Landesregierung zur Veränderung der Struktur der Schulämter sind ein weiterer Offenbarungseid einer Konzeptionslosigkeit und purer Aktionismus

Der Landesvorstand der GEW Brandenburg hat ausführlich über die Situation der staatlichen Schulämter beraten. Die durch die Landesregierung gegen die ausdrücklichen Empfehlungen der GEW durchgesetzte Anzahl der staatlichen Schulämter entspricht nicht den bestehenden Aufgaben und Notwendigkeiten. Die aktuelle Anzahl und Struktur der staatlichen Schulämter wurden ohne inhaltliche Konzeption und gegen den Willen der Beschäftigten durchgesetzt. Diese Konzeptionslosigkeit setzt sich aktuell fort.


GEW – Chef Fuchs:

„Die Überlegung in der Landesregierung, im Staatlichen Schulamt Frankfurt (Oder)
eine Außenstelle in Eberswalde bzw. Angermünde aufbauen zu wollen, löst die
Probleme vor Ort nicht. Sie sind ein Ausdruck eines Aktionismus, der die fehlende
inhaltliche und strukturelle Konzeption und die vergangenen Fehlentscheidungen
der Landesregierung nur übertünchen soll. Statt über die Errichtung einer Außenstelle zu reflektieren, ist es erforderlich, ein weiteres eigenständiges staatliches
Schulamt zu errichten. Die Argumente, die aktuell zu einer Einführung zusätzlicher
Strukturelemente bei der unteren Schulaufsicht führen sollen, gelten allerdings
auch für alle anderen Regionen des Landes Brandenburg. Es ist für uns von grundsätzlicher Bedeutung, dass die Anzahl der staatlichen Schulämter noch einmal
überdacht wird und in der Folge weitere Schulämter eingerichtet werden. Vor dem
Hintergrund der steigenden Zahl von Schülerinnen und Schülern, der Qualitätssicherung schulischer Bildung und Erziehung und der Ausbildung, Betreuung und
Gewinnung junger Lehrkräfte ist eine dezentralere Struktur der unteren Schulaufsicht unverzichtbar. Dies müssen eigenständige staatliche Schulämter sein.“


Gleichzeitig ist es aus der Sicht der GEW Brandenburg unverzichtbar, dass u. a.:
  • die Einrichtung von Studienseminaren in allen staatlichen Schulämtern vorangetrieben,
  • eine Konzeption zur Gewinnung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der unteren Schulaufsicht sowohl für den schulfachlichen als auch den verwaltungstechnischen Bereich erarbeitet und
  • die Attraktivität der Laufbahnen in der unteren Schulaufsicht nachhaltig und spürbar erhöht werden muss.


Für Rückfragen stehen wir Ihnen zur Verfügung: Günther Fuchs  Mobil: 0171 2134176




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